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GlĂŒcksspielstörung
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GlĂŒcksspielstörung oder Pathologisches Spielen,cite-ref-1[1] umgangssprachlich auch als (GlĂŒcks-)Spielsucht bezeichnet, ist eine psychische Störung, die aktuell als Verhaltenssucht (ICD-11)cite-ref-1-2-0[2] bzw. AbhĂ€ngigkeitserkrankung (DSM-5) klassifiziert wird.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]

Sie wird durch die UnfĂ€higkeit eines Betroffenen gekennzeichnet, dem Impuls zum GlĂŒcksspiel oder Wetten zu widerstehen, auch wenn dies gravierende Folgen im persönlichen, familiĂ€ren oder beruflichen Umfeld nach sich zu ziehen droht oder diese schon nach sich gezogen hat.

MĂ€nner sind davon hĂ€ufiger betroffen als Frauen. In Deutschland weisen laut der letzten Studie je 0,7 % der Bevölkerung eine schwere und mittlere GlĂŒcksspielstörung sowie 1,0 % eine leichte GlĂŒcksspielstörung auf.cite-ref-5[5]

Die GlĂŒcksspielstörung (Gambling Disorder) darf nicht mit der Computerspielstörung (Gaming Disorder) verwechselt werden. Allerdings sind die ÜbergĂ€nge zwischen den beiden Störungsbildern fließend, sobald Computerspiele GlĂŒcksspielelemente enthalten (z. B. sogenannte Lootboxen).

Contents

‱ Symptome
‱ Begriff
‱ Diagnose
‱ ICD-10
‱ ICD-11
‱ DSM-5
‱ Behandlung
‱ In Finnland
‱ Historisch
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Symptome

HĂ€ufiges oder auch episodenhaft wiederholtes Spielen ist mit einer ausgesprochenen gedanklichen BeschĂ€ftigung bezĂŒglich „erfolgversprechender“ Spieltechniken oder Möglichkeiten zur Geldbeschaffung – das erforderliche „Anfangskapital“ – verbunden. Versuche, dem Spieldrang zu widerstehen, scheitern wiederholt, das Spielen selbst wird vor anderen (Familienangehörigen wie Therapeuten) verheimlicht, was oft zu schwerwiegenden finanziellen Konsequenzen fĂŒhrt, letztlich jedoch oft zum Zerbrechen von Beziehungen, auch, weil sich der Betroffene immer wieder darauf verlĂ€sst, andere (Familienangehörige, Freunde, alte Bekannte) wĂŒrden ihm die notwendigen Mittel „ein letztes Mal“ beschaffen oder die entstandenen Schulden begleichen.

Das Spielen selbst kann dazu dienen, psychosoziale Problemecite-ref-6[6] oder negative Stimmungen (Ängste, Depressionen, SchuldgefĂŒhle) zu mindern. Immer höhere BetrĂ€ge werden eingesetzt, um Spannung und Erregung aufrechtzuerhalten. Unbehandelt erhöht krankhafte Spielsucht bei Betroffenen darĂŒber hinaus das Suizidrisiko; sie nehmen sich dreimal öfter das eigene Leben als Nicht-SpielsĂŒchtige.cite-ref-7[7]

Einige Fallbeispiele fĂŒr Spielerkarrieren, sowie deren Entwicklung und therapeutische Möglichkeiten, werden in der ZDF-Dokumentation „Verzockt“ aus der Reihe 37 Grad vorgestellt, die Einblicke in die GefĂŒhls- und Lebenswelt von GlĂŒcksspielsĂŒchtigen gewĂ€hrt.cite-ref-8[8]

Begriff

Im September 1974 schlug Robert L. Spitzer, der die Taskforce on Nomenclature and Statistics der American Psychiatric Association fĂŒr die Entwicklung des DSM-III leitete, vor, dem Manual die Kategorie ‚Impulsive Störungen‘ (Impulsive Disorders) neu hinzuzufĂŒgen, die aus den drei Störungsbildern Kleptomanie, Pyromanie und Zwanghaftes GlĂŒcksspielen bestehen sollte. Der dann spĂ€ter finale Störungsbegriff Pathologisches GlĂŒcksspielen (Pathological Gambling) wurde 1977 von Robert Custer, GrĂŒnder des National Council on Problem Gambling in den USA,cite-ref-9[9] parallel zu seiner Mitarbeit in der DSM-III Taskforce, wĂ€hrend einer Keynote auf der „Ersten Internationalen Konferenz der Anonymen GlĂŒcksspieler“ (Gamblers Anonymus – Gam-Anon) erstmals vorgestellt.cite-ref-tandfonline-10-0[10]

Basierend auf seinen Beobachtungen wĂ€hrend der Behandlung Pathologischer GlĂŒcksspieler fĂŒhrte Custer das zentrale Diagnosekriterium der „chronischen und zunehmenden gedanklichen BeschĂ€ftigung“ (chronic and progressive preoccupation) mit dem GlĂŒcksspiel ein. Ebenfalls auf Custer ist die Aufnahme des Ausschlusskriteriums „Dissoziale Persönlichkeitsstörung“ (Dissocial Personality Disorder) in das diagnostische Manual zurĂŒckzufĂŒhren. Er begrĂŒndete dies mit dem politischen Argument, dass anstatt von „moralisch Degenerierten“ nur Menschen, die Behandlung benötigen, diese auch erhalten sollten.cite-ref-tandfonline-10-1[10]

Das seit 2013 gĂŒltige DSM-5 und die seit 2022 gĂŒltige ICD-11 fĂŒhrten den Begriff Gambling Disorder bzw. GlĂŒcksspielstörung ein.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12]

Ätiologie

Ohne GlĂŒcksspielbeteiligung kann keine GlĂŒcksspielstörung entstehen. Nur ein sehr kleiner Anteil der aktiven GlĂŒcksspieler (ca. 2 %) entwickelt aber Probleme.cite-ref-bzga2019-13-0[13]

Ein komplexes GefĂŒge von Merkmalen der Person, der Umwelt und der GlĂŒcksspiele trĂ€gt zur Störungsentwicklung bei. Ein Modell, um diese komplexen ZusammenhĂ€nge von Faktoren und Prozessen sowie deren zeitliche VerlĂ€ufe im Rahmen einer Störungsentwicklung zu integrieren, ist das VulnerabilitĂ€ts-Stress-Modell.cite-ref-14[14] Dieses Modell integriert zahlreiche Forschungsergebnisse und beschreibt das Auftreten einer GlĂŒcksspielstörung als Interaktion biologischer, psychologischer und sozialer Variablen und berĂŒcksichtigt die variierende Bedeutung der Variablen ĂŒber die Lebensspanne. Zentral im Model sind zwei Komponenten: VulnerabilitĂ€ten und Risikofaktoren.cite-ref-15[15]

Unter VulnerabilitĂ€t versteht man die individuelle, angeborene und/oder frĂŒh erworbene AnfĂ€lligkeit einer Person bei bestimmten Ereignissen im Vergleich zu anderen Personen „verletzlicher“ (=vulnerabler) zu reagieren und mit höherer Wahrscheinlichkeit eine psychische Störung zu entwickeln. Dazu gehören genetische und neurobiologische Faktoren oder Traumata bzw. besondere Belastungen in der Kindheit und frĂŒhen Jugend. Die zweite wichtige Komponente im Modell sind die zeitlich spĂ€ter auftretenden Risikofaktoren. Dazu gehören gesellschaftliche Faktoren (z. B. Einstellungen zum GlĂŒcksspielen), psychosoziale Faktoren (GlĂŒcksspielen bei Freunden oder in der Familie), die VerfĂŒgbarkeit von GlĂŒcksspielen sowie dessen spezifische Merkmale.cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]

Ein zweites komplementĂ€res ErklĂ€rungsmodell ist das sogenannte ‚Syndrome Model of Addiction‘, welches das spezifische Suchtverhalten als individuellen Ausdruck ein und desselben Sucht-Syndroms versteht.cite-ref-18[18]

Diagnose

ICD-10

Pathologisches Spielen wird in der ICD-10-Klassifikation (zusammen mit Trichotillomanie, Kleptomanie und Pyromanie aber ohne Wetten) unter die Abnormen Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle eingeordnet. Nicht dazu gezÀhlt wird das exzessive Spielen wÀhrend manischer Episoden.

Die Kriterien lauten:

‱ Wiederholte (2 oder mehr) Episoden von GlĂŒcksspiel ĂŒber einen Zeitraum von mindestens einem Jahr.
‱ Diese Episoden bringen den Betroffenen keinen Gewinn, sondern werden trotz subjektiven Leidensdrucks und Störungen der sozialen und beruflichen FunktionsfĂ€higkeit fortgesetzt.
‱ Die Betroffenen beschreiben einen intensiven Drang zu spielen, der nur schwer kontrolliert werden kann. Die Betroffenen schildern, dass sie nicht in der Lage sind, das GlĂŒcksspiel durch Willensanstrengung zu unterbrechen.
‱ Die Betroffenen sind stĂ€ndig mit Gedanken und Vorstellung vom GlĂŒcksspiel oder mit dem Umfeld des GlĂŒcksspiels beschĂ€ftigt.

ICD-11

Die 2022 in Kraft getretene ICD-11 definiert die „GlĂŒcksspielstörung“ wie folgt:

„Die GlĂŒcksspielstörung ist durch ein anhaltendes oder wiederkehrendes GlĂŒcksspielverhalten gekennzeichnet, das online (d. h. ĂŒber das Internet) oder offline auftreten kann und sich durch Folgendes Ă€ußert: BeeintrĂ€chtigung der Kontrolle ĂŒber das GlĂŒcksspiel (z. B. Beginn, HĂ€ufigkeit, IntensitĂ€t, Dauer, Beendigung, Kontext); Zunehmende PrioritĂ€t des GlĂŒcksspiels in dem Maße, dass das GlĂŒcksspiel Vorrang vor anderen Lebensinteressen und tĂ€glichen AktivitĂ€ten hat; und Fortsetzung oder Eskalation des GlĂŒcksspiels trotz des Auftretens negativer Konsequenzen. Das GlĂŒcksspielverhalten kann kontinuierlich oder episodisch und wiederkehrend sein. Das Spielverhalten fĂŒhrt zu erheblichem Leidensdruck oder zu erheblichen BeeintrĂ€chtigungen in persönlichen, familiĂ€ren, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen. Das GlĂŒcksspielverhalten und andere Merkmale sind in der Regel ĂŒber einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten zu beobachten, damit eine Diagnose gestellt werden kann, obwohl die erforderliche Dauer verkĂŒrzt werden kann, wenn alle diagnostischen Anforderungen erfĂŒllt sind und die Symptome schwerwiegend sind.“cite-ref-1-2-1[2]

Des Weiteren wurde der DiagnoseschlĂŒssel „GefĂ€hrliches GlĂŒcksspielen oder Wetten“ aufgenommen. Dieser kann genutzt werden, wenn das GlĂŒcksspiel- oder Wettverhalten die Aufmerksamkeit und den Rat von Gesundheitsexperten erfordert, die diagnostischen Kriterien fĂŒr eine GlĂŒcksspielstörung jedoch nicht erfĂŒllt sind.cite-ref-19[19]

DSM-5

Im DSM-IV wurde von „pathological“ oder „compulsive gambling“ bzw. oft auch „problem gambling“ gesprochen. 2013 wurde im DSM-5 eine Reklassifikation des Störungsbildes unter Verwendung des wertneutraleren Begriffes „Gambling Disorder“ (GlĂŒcksspielstörung) in die Kategorie „Substance-Related and Addictive Disorders“ vorgenommen.cite-ref-20[20] Dieser Schritt stellt einen Paradigmenwechsel dar, da stoffgebundene und stoffungebundene Suchterkrankungen nunmehr nosologisch gleichberechtigt nebeneinander stehen. Verschiedene Hinweise wie Übereinstimmungen in der Symptomatik, hohe KomorbiditĂ€tsraten in epidemiologischen und klinischen Studien, gemeinsame genetische VulnerabilitĂ€ten, Ă€hnliche biologische Marker und kognitive BeeintrĂ€chtigungen sowie in großen Teilen ĂŒberlappende therapeutische Settings sprechen dafĂŒr, dass das pathologische Spielverhalten den Suchtkrankheiten zuzuordnen ist.cite-ref-21[21]

Krankheitsverlauf

Eine sogenannte Spielerkarriere gliedert sich idealtypisch in drei Abschnitte, die erste wird als Einstiegs- oder Gewinnphase bezeichnet, darauf folgt die Gewöhnungs- oder Verlustphase und den Abschluss bildet die Sucht- oder AbhÀngigkeitsphase, die mitunter auch als Verzweiflungsphase bezeichnet wird.cite-ref-0-22-0[22]cite-ref-krankheitsverlauf-23-0[23]cite-ref-24[24]

Einstiegs- oder Gewinnphase

Die erste Phase beginnt in der Regel positiv, ĂŒber 75 Prozent der SpielsĂŒchtigen haben in dieser Anfangsphase noch oft gewonnen. Dies hat höhere Gewinnerwartungen sowie einen Anstieg der Risikobereitschaft zur Folge. Gegen Ende der Gewinnphase werden die gesetzten BetrĂ€ge höher, bevor das Spielverhalten zur Gewohnheit wird.cite-ref-krankheitsverlauf-23-1[23]

‱ Gelegentliches Spielen
‱ Positive Empfindungen vor und wĂ€hrend des Spiels
‱ Unrealistischer Optimismus
‱ Entwicklung von Wunschgedanken
‱ Setzen immer grĂ¶ĂŸerer BetrĂ€ge
‱ Verlust der RealitĂ€t

Gewöhnungs- oder Verlustphase

In der Gewöhnungs- oder Verlustphase intensiviert sich nicht nur das Spielverhalten, es beginnt auch die Gedanken des Spielers zu beherrschen. Ähnlich wie bei substanzgebundenen SĂŒchten wird GlĂŒcksspiel als Gegenmittel bei Unruhe, Angespanntheit oder Niedergeschlagenheit eingesetzt. Betroffene lĂŒgen immer hĂ€ufiger, um zu kaschieren, wie viel Geld und Zeit sie verloren haben.cite-ref-krankheitsverlauf-23-2[23]

‱ Bagatellisierung der Verluste
‱ Prahlerei mit Gewinnen
‱ Entwicklung der Illusion, Verluste seien durch Gewinne abgedeckt
‱ HĂ€ufigeres Spiel alleine
‱ HĂ€ufigeres Denken an das Spiel
‱ Erste grĂ¶ĂŸere Verluste
‱ Verheimlichung von Verlusten und LĂŒgen ĂŒber Verluste
‱ VernachlĂ€ssigung von Familie und Freunden
‱ BeschĂ€ftigung mit dem Spiel wĂ€hrend der Arbeitszeit
‱ Aufnahme von Schulden und Krediten
‱ UnfĂ€higkeit, dem Spiel zu widerstehen
‱ Verlust von Familie und Freunden

Sucht- oder AbhÀngigkeitsphase

In der Sucht- oder AbhĂ€ngigkeitsphase hoffen Spieler verzweifelt, sie könnten ihre Verluste ausgleichen und ihre Schulden zurĂŒckzahlen, indem sie alles einsetzen, was ihnen materiell geblieben ist. Neben Familie und Freunden wird nun auch die Arbeit zunehmend vernachlĂ€ssigt. Die Verluste lassen sich nicht lĂ€nger verbergen. Das Spielen hat eine Eigendynamik entwickelt, ĂŒber die Betroffene mittlerweile keine Kontrolle mehr haben. SpielsĂŒchtige, die dieses Stadium erreicht haben, sind auf Hilfe und UnterstĂŒtzung angewiesen. Die kostenlosen Angebote unterstĂŒtzen Betroffene auf Wunsch auch anonym.cite-ref-krankheitsverlauf-23-3[23]cite-ref-25[25]

‱ Gesetzliche und ungesetzliche Geldbeschaffungsaktionen
‱ UnpĂŒnktlichkeit bei der SchuldenrĂŒckzahlung
‱ VerĂ€nderungen der Persönlichkeitsstruktur: Reizbarkeit, Irritationen, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen
‱ Völliger gesellschaftlicher RĂŒckzug
‱ VollstĂ€ndige Entfremdung von Familie und Freunden
‱ Verlust der gesellschaftlichen Stellung und des Ansehens
‱ Ausschließliche Verwendung von Zeit und Geld fĂŒr das Spiel
‱ Wiederholtes tagelanges Spielen
‱ Gewissensbisse und Panikreaktionen
‱ Hass gegenĂŒber anderen (vor allem gewinnenden) Spielern
‱ Hoffnungslosigkeit, Selbstmordgedanken bzw. -versuch

Neuere Forschungsbefunde auf der Grundlage von LÀngsschnittdaten zeigen allerdings, dass es auch episodische, kurvenförmige und anfallsartige EntwicklungsverlÀufe von Spielerkarrieren gibt.cite-ref-26[26]

Behandlung

Eine Therapie lÀsst sich in 3 Phasen gliedern. Phase 1 und 3 erfolgen in der Regel ambulant, Phase 2 ambulant oder stationÀr.cite-ref-0-22-1[22]

1. die Kontakt- und Motivationsphase

Maßnahmen wie auch Hilfestellungen zur Schuldenregulierung. Empfehlenswert ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe, z. B. an der der Anonymen Spieler.

2. die eigentliche Entwöhnungsphase

Ziel der sich anschließenden Entwöhnungsphase ist die Spielabstinenz. Ambulante oder stationĂ€re Psychotherapie mit systemisch-strategischer Verhaltenstherapie oder einem multimodalen Behandlungskonzept werden eingesetzt. Die Wirksamkeit von Verhaltenstherapie ist gut belegt. Auch verhaltenstherapeutisch basierte Gruppen, wie das metakognitive Training bei problematischem GlĂŒcksspielverhaltencite-ref-27[27] haben sich als wirksam erwiesen.

Zur medikamentösen Behandlung liegen unzureichende Daten vor. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Lithium, Clomipramin und Naltrexoncite-ref-28[28] werden eingesetzt. Keines der genannten Medikamente ist fĂŒr diese Indikation zugelassen.

3. die Nachsorgephase

Die Anbindung des Entwöhnten an eine Beratungsstelle oder eine ambulante therapeutische Einrichtung dient der Vermeidung von, beziehungsweise der UnterstĂŒtzung nach RĂŒckfĂ€llen in das pathologische Verhaltensmuster.

Es existieren spezialisierte Ambulanzen und Anlaufstellen, die Betroffene an geeignete Therapiestellen verweisen. DarĂŒber hinaus wurden in den letzten Jahren online Selbsthilfe-Programme entwickelt und evaluiert, um den Betroffenen niedrigschwellige und anonyme Behandlungsangebote anbieten zu können.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30] Diese sollen die vielseitigen BehandlungshĂŒrden der Betroffenen adressieren (z. B. Angst vor Stigmatisierung, Problemleugnung) und können Wartezeiten auf einen Therapieplatz ĂŒberbrĂŒcken.cite-ref-31[31]

Verbreitung

In Deutschland

Die Gesamtzahl der pathologischen Spieler in Deutschland wurde in insgesamt 14 Erhebungen ermittelt, von denen sieben durch die Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung (BZgA) veranlasst wurden: 100.000 (BZgA 2007),cite-ref-bzga2009-32-0[32] 103.000,cite-ref-ift-33-0[33]cite-ref-34[34] 242.000 (BZgA 2009),cite-ref-bzga2009-32-1[32] 290.000,cite-ref-35[35] 159.000cite-ref-36[36] und 193.000,cite-ref-37[37] was PrĂ€valenz-Raten von 0,19 % bis 0,56 % in den untersuchten Altersklassen (14, 16 bzw. 18 bis 64 bzw. 65 Jahre) entspricht. Ab 2011 wurden in vier Studien PrĂ€valenz-Raten von 0,23 % (TNS-Emnid),cite-ref-emnid-38-0[38] 0,49 % (BZgA 2011),cite-ref-39[39] 0,82 % (BZgA 2013),cite-ref-bzga2013-40-0[40] 0,37 % (entsprechend 215.000 pathologischen Spielern),cite-ref-41[41] BZgA 2015),cite-ref-bzga2015-42-0[42] 0,31 % (entsprechend 180.000 pathologischen Spielern,cite-ref-43[43] BZgA 2017)cite-ref-bzga2017-44-0[44] bzw. 0,34 % (entsprechend 200.000 pathologischen Spielern, BZgA 2019)cite-ref-bzga2019-13-1[13] ermittelt. Eine 2021 erstellte Studie auf Basis neuer, DSM-5-basierter Kriterien und einem neuen Ansatz der Stichprobenauswahlcite-ref-45[45] kam zum Ergebnis, dass bei 0,5 % der Bevölkerung schwere, bei 0,7 % mittlere und weiteren 1,1 % nur leichte Störungen durch GlĂŒcksspiele vorliegen.cite-ref-46[46] Die 2023 erfolgte Fortschreibung ergab je 0,7 % Bevölkerungsanteil fĂŒr eine schwere und mittlere GlĂŒcksspielstörung sowie 1,0 % fĂŒr eine leichte GlĂŒcksspielstörung.cite-ref-47[47]

‱ Der 2013 von der BZgA ermittelte PrĂ€valenz-Anstieg beruht auf einem gegenĂŒber den vorangegangenen Studien verĂ€nderten Verfahren der Stichprobenauswahl, das nun auch Teilnehmer ohne Festnetzanschluss berĂŒcksichtigt. FĂŒr die vormals praktizierte Stichprobenauswahl hĂ€tte die PrĂ€valenz 0,38 % betragen. 2015 ergab sich trotz Beibehaltung des 2013 angewandten Stichprobenverfahrens ein Wert auf dem Niveau der Vorjahre.cite-ref-bzga2013-40-1[40]cite-ref-bzga2015-42-1[42]
‱ Eine Verteilung auf die verschiedenen GlĂŒcksspielformen wird in der Studie angegeben, die der zweitgenannten Zahl zugrunde liegt. Danach verteilen sich die 103.000 pathologischen Spieler „zu gleichen Teilen auf Sportwetten, Casinospiele und GeldspielgerĂ€te in Spielhallen (je etwa 25-30.000) sowie mit weitem Abstand auf Lottospiele (etwa 12.000)“.cite-ref-ift-33-1[33] Damit sind im Vergleich zu ihren durch die BruttoertrĂ€ge gemessenen Marktanteilen pathologische Spieler bei Online-Spielen (Online-Sportwetten, Kartenspiele) 5,5-fach und bei Spielbanken-Angeboten 2,2-fach ĂŒberreprĂ€sentiert, wĂ€hrend sie bei Lotto und GeldspielgerĂ€ten mit dem Faktor 0,3 beziehungsweise 0,8 unterreprĂ€sentiert sind.cite-ref-48[48] GemĂ€ĂŸ der BZgA-Studie von 2015 spielten von den mindestens problematischen Spielern 43 % „6 aus 49“, 41 % sonstige Lotterien (insbes. Rubbellose), 38 % private GlĂŒcksspiele, 28 % Sportwetten, 24 % gewerbliche Spielautomaten und 18 % Spielbank-Angebote.cite-ref-49[49] GemĂ€ĂŸ den Ergebnissen der BZgA-Studie von 2017 spielten von den mindestens problematischen Spielern 45 % „6 aus 49“, 36 % sonstige Lotterien (insbes. Rubbellose), 33 % gewerbliche Spielautomaten, 31 % private GlĂŒcksspiele und 23 % Sportwetten.cite-ref-50[50] Die BZgA-Studie von 2019 kam zum Ergebnis, dass von den mindestens problematischen Spielern am meisten Lotterien (69 %), Automaten- und Casino-Spiele (42 %) gefolgt von Sportwetten (24 %) genutzt wurden.cite-ref-bzga2019-13-2[13]
‱ Eine Aufteilung der Aufwendungen pathologischer Spieler macht die TNS-Emnid-Studie: 20,7 % fĂŒr Pokern (gespielt wird Poker laut Studie â€žĂŒberdurchschnittlich stark“ im Internet, das heißt auf Seiten von nichtdeutschen Online-Casinos), 16,2 % fĂŒr Spielbank-Angebote (ohne Pokern), 15,4 % fĂŒr GeldspielgerĂ€te in Spielhallen und GaststĂ€tten, 13,5 % fĂŒr Lotto und Lotterien. Dabei nimmt ein pathologischer Spieler an durchschnittlich fĂŒnf verschiedenen Spielformen teil, ein durchschnittlicher GlĂŒcksspieler jedoch nur an zwei.cite-ref-emnid-38-1[38]
‱ Angaben ĂŒber die Höhe der SpieleinsĂ€tze pathologischer GlĂŒcksspieler machte 2008 eine Studie von Buth und Stöver. Demnach setzte ein pathologischer Spieler 2006 monatlich durchschnittlich insgesamt 121,40 € fĂŒr GlĂŒcksspiele ein, wĂ€hrend es bei einem Spieler ohne oder mit geringen Spielproblemen nur 31,40 € waren.cite-ref-51[51] GemĂ€ĂŸ der 2023 erstellten Studie betragen die monatlichen SpieleinsĂ€tze durchschnittlich 178 €, 392 € und 394 € und median 85 €, 165 € und 200 € bei Personen mit einer leichten, mittleren bzw. schweren GlĂŒcksspielstörung, wĂ€hrend der Vergleichswert fĂŒr Spielende ohne jegliche Symptome bei durchschnittlich 58 € und median 30 € liegt.cite-ref-52[52]
‱ Laut BZgA Studie 2019 betrĂ€gt der Bevölkerungsanteil der 16–65-JĂ€hrigen mit mehr als 100 € Monatsausgaben fĂŒr GlĂŒcksspiele 4,1 %. Unter allen GlĂŒcksspielern liegt dieser Anteil bei 10,9 %.cite-ref-bzga2019-13-3[13]

In Deutschland steht pathologisches Spielen seit Beginn der 1980er-Jahre im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen und des öffentlichen Interesses.cite-ref-53[53] Mit Inkrafttreten des GlĂŒcksspielstaatsvertrages sind seit 2008 die Bedingungen fĂŒr die Erforschung und Therapie des pathologischen Spielens deutlich verbessert worden.cite-ref-54[54]

In Österreich

Zwei Studien, die 2009 bis 2011 in Österreich durchgefĂŒhrt wurden, ergaben fĂŒr pathologische Spieler PrĂ€valenz-Raten von 0,66 % beziehungsweise 0,71 %.cite-ref-55[55]

In der Schweiz

Laut einer im April 2009 durchgefĂŒhrten Studie der Eidgenössischen Spielbankenkommission betrĂ€gt der Anteil der pathologischen GlĂŒcksspieler in der Schweiz 0,5 %. ErlĂ€uternd wird im Bericht angemerkt, dass „trotz VerĂ€nderung der Angebote (Eröffnung von 19 Casinos, Entwicklung im Internetbereich, Verschwinden der Geldspielautomaten in Bars und Restaurants etc.)“ im Zeitraum von 2002 bis 2007 die regelmĂ€ĂŸige Nutzung von GlĂŒcksspielen sich nur unwesentlich verĂ€ndert habe.cite-ref-56[56]

In Finnland

In Finnland, wo das staatliche GlĂŒcksspielmonopol sĂ€mtliche, auch z. B. in GaststĂ€tten aufgestellte Spielautomaten umfasst, betrug 2015 der Anteil pathologischer Spieler in den Altersklassen von 15 bis 74 Jahren 1,3 %.cite-ref-57[57]

Historisch

Genaue Zahlen ĂŒber pathologisches Spielen in vergangenen Jahrhunderten sind nicht vorhanden, doch lassen sich ab ungefĂ€hr 1700 Versuche der Obrigkeiten feststellen, dem Problem durch Verordnungen Herr werden zu wollen.cite-ref-58[58]

Gesetze zum Schutz der Spieler in Deutschland

FĂŒr GlĂŒcksspiele im rechtlichen Sinne

Der Schutz der Spieler wird durch den GlĂŒcksspielstaatsvertrag 2021 (GlĂŒStV 2021) sichergestellt. Dieser ist am 1. Juli 2021 in Kraft getreten. Die Überwachung der Regelungen erfolgt durch die Gemeinsame GlĂŒcksspielbehörde der LĂ€nder (GGL), die durch den GlĂŒStV 2021 geschaffen wurde.

FĂŒr den Bereich des gewerblichen Spiels

FĂŒr den Bereich der gewerblich aufgestellten Spielautomaten wird der Spielerschutz durch die Bestimmungen der Gewerbeordnung, der Spielverordnung und der unterschiedlichen AusfĂŒhrungsgesetze zum GlĂŒStV 2021 reglementiert.

Folgen und Komplikationen

Der SpielsĂŒchtige beschĂ€ftigt sich oft mit GlĂŒcksspiel und mit „verbesserten“ Spieltechniken. Es wird versucht, Geld fĂŒr das Spielen zu beschaffen, wobei es zu DiebstĂ€hlen, Überschuldung und Betrug kommen kann. In extremen FĂ€llen werden Beruf und Familie vernachlĂ€ssigt, weil das GlĂŒcksspiel den Alltag bestimmt.

Rechtliche Folgen

Deutschland

Im Strafverfahren kann das Vorliegen einer solchen Verhaltenssucht – im Hinblick auf die SchuldfĂ€higkeit – dann beachtlich sein, wenn die begangenen Straftaten der Fortsetzung des Spielens dienen.cite-ref-59[59] In jĂŒngster Zeit hat der Bundesgerichtshof die Voraussetzungen restriktiv formuliert, gleichzeitig aber auch die Möglichkeiten der Eingliederung der Erkrankung in die Systematik des § 20 des deutschen StGB (SchuldunfĂ€higkeit) klargestellt:

„Eine erhebliche Verminderung der SteuerungsfĂ€higkeit ist beim pathologischen Spielen nur ausnahmsweise dann gegeben, wenn die Sucht zu schwersten PersönlichkeitsverĂ€nderungen gefĂŒhrt oder der TĂ€ter bei Beschaffungstaten unter Entzugserscheinungen gelitten hat“. Bei der Beurteilung dieser Frage komme es darauf an, „inwieweit das gesamte Erscheinungsbild des TĂ€ters psychische VerĂ€nderungen der Persönlichkeit aufweist, die pathologisch bedingt oder – als andere seelische Abartigkeit – in ihrem Schweregrad den krankhaften seelischen Störungen gleichwertig sind.“cite-ref-60[60]

Zur KlÀrung dieser Frage muss das erkennende Gericht in diesen FÀllen einen SachverstÀndigen hinzuziehen.

Im Zivilrecht kommt zwischen Spieler und Spielanbieter ein sogenannter Spielvertrag zustande. Wenn aber eine Spielsperre angeordnet oder vereinbart wurde (letzteres z. B. auf Antrag des Spielers selbst (auch als Selbstsperre bezeichnet), ihn wegen SuchtgefĂ€hrdung nicht zum Spiel zuzulassen), hat der Spielanbieter (z. B. die Spielbank) vor Aufhebung dieser Sperre hinreichend sicher zu prĂŒfen und den Nachweis zu erbringen, dass der Aufhebung der Sperre der Schutz des Spielers vor sich selbst nicht entgegensteht, mithin keine SpielsuchtgefĂ€hrdung mehr vorliegt, und der Spieler zu einem kontrollierten Spiel in der Lage ist.cite-ref-61[61]

USA

FĂŒr die USA zeigte eine LiteraturĂŒbersicht von Williams aus dem Jahr 2005, dass ein Drittel aller StraftĂ€ter die Kriterien fĂŒr pathologisches Spielen erfĂŒllt und jedes zweite Vergehen Inhaftierter mit einem Hintergrund pathologischen Spielens darauf zurĂŒckgefĂŒhrt werden kann, dieses aufrechtzuerhalten.cite-ref-62[62]

GlĂŒcksspielstörung in Literatur und Film

GlĂŒcksspielstörung ist ein verbreitetes Motiv in Literatur und Film. Eine literarische Verarbeitung findet sich z. B. in Dostojewskis Roman Der Spieler (1866)cite-ref-63[63] und in Peter Careys Roman Oscar und Lucinda (1988; verfilmt als Oscar und Lucinda). Leonid Zypkin schildert in seinem 1982 veröffentlichten Roman Ein Sommer in Baden-Baden Dostojewskis Spielsucht am Roulette-Tisch in Baden-Baden wĂ€hrend der Deutschlandreise mit seiner zweiten Frau Anna 1867. Der Schriftsteller Heinz Strunk schildert sein Suchtverhalten an Spielautomaten in verschiedenen Romanen, darunter Fleisch ist mein GemĂŒse (2004) und Heinz Strunk in Afrika (2011).

Zu den Filmbeispielen zĂ€hlen SchicksalswĂŒrfel (1929), Die blonde SĂŒnderin (1962) und Das einzige Spiel in der Stadt (1970), Die Spielerin (2005), „Der Spieler“ (2009) mit Gerard Butler.

Siehe auch
Literatur

‱ Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras: Die Behandlung pathologischen GlĂŒcksspiels. In: Ihno Gebhardt, Sabine Miriam GrĂŒsser-Sinopoli (Hrsg.): GlĂŒcksspiel in Deutschland. Ökonomie, Recht, Sucht. De Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-89949-317-7, S. 575–595, doi:10.1515/9783899495546.3.575.
‱ Jobst Böning, Sabine Miriam GrĂŒsser-Sinopoli: Wie kann Suchtverhalten entstehen? In: Ihno Gebhardt, Sabine Miriam GrĂŒsser-Sinopoli (Hrsg.): GlĂŒcksspiel in Deutschland. Ökonomie, Recht, Sucht. De Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-89949-317-7, S. 561–574, doi:10.1515/9783899495546.3.561
‱ Ute Dörfler, Joachim Knoll: Pathologisches Spiel – 99 Prozent spielen ohne Probleme. In: Automatenmarkt. Februar 2009, S. 108–113 (Online-Version) (PDF; 188 kB)
‱ Sabine Miriam GrĂŒsser-Sinopoli, Carolin N. Thalemann: Verhaltenssucht: Diagnostik, Therapie, Forschung. Huber, Bern 2006, ISBN 3-456-84250-3.
‱ Sabine Miriam GrĂŒsser-Sinopoli, Ulrike Albrecht: GlĂŒcksspielsucht: diagnostische und klinische Aspekte. In: Ihno Gebhardt, Sabine Miriam GrĂŒsser-Sinopoli (Hrsg.): GlĂŒcksspiel in Deutschland. Ökonomie, Recht, Sucht. De Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-89949-317-7, S. 538–560, doi:10.1515/9783899495546.
‱ Gerhard Meyer, Meinolf Bachmann: Spielsucht: Ursachen, Therapie und PrĂ€vention von glĂŒcksspielbezogenem Suchtverhalten. Springer, 4. Auflage, Berlin 2017, ISBN 978-3-662-54838-7, doi:10.1007/978-3-662-54839-4.
‱ Franz W. Peren, Reiner Clement: Wettbewerb als Determinante des Spieler- und Konsumentenschutzes. Mögliche Sozialverluste infolge einer Wettbewerbsverzerrung auf dem deutschen GlĂŒcks- und Gewinnspielmarkt, Mur Verlag, MĂŒnchen, 2014, ISBN 978-3-939438-25-0.
‱ Franz W. Peren: Die aktuelle Entwicklung der PrĂ€valenzen marktrelevanter GlĂŒcks- und Gewinnspielformen in Deutschland. In: ZfWG (Zeitschrift fĂŒr Wett- und GlĂŒcksspielrecht), 14(Sonderbeilage 3), 2019, S. 1–24
‱ Franz W. Peren: GlĂŒcksspielsucht in Deutschland: Eine mathematisch-ordnungspolitisch kritische Analyse der fĂŒr Deutschland regelmĂ€ĂŸig generierten Statistiken zur GlĂŒcksspielsucht und Suchthilfe. In: ZfWG (Zeitschrift fĂŒr Wett- und GlĂŒcksspielrecht), 15(Sonderbeilage 4/2020), 2020, S. 1–20
‱ Jörg Petry: Dysfunktionaler und pathologischer PC- und Internet-Gebrauch, Hogrefe, Göttingen / Bern / Stockholm / Wien / Paris / Oxford / Prag u. a. 2009, ISBN 978-3-8017-2102-2.
‱ Lucia Schmidt: GlĂŒcksspielsucht: Aufkommen der Problemdefinition und anhaltende Kontroversen. (PDF; 508 kB) In: Soziale Probleme, Band 23, 2012, Heft 1, S. 40–66.
‱ Sportstudio: Spielsucht-Hölle: So entkam ihr Sportreporter-Legende Werner Hansch auf YouTube, 31. MĂ€rz 2022.
‱ ZAPP – Das Medienmagazin: DFB und Sportwetten: Geld statt Moral! | ZAPP NDR auf YouTube, 12. April 2022 (Laufzeit: 7:51 min).

Weblinks

Wiktionary: Spielleidenschaft

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ check-dein-spiel.de Portal des BIÖG zu GlĂŒcksspielsucht
‱ Portal des Fachverbandes GlĂŒcksspielsucht e. V.

Einzelnachweise

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cite-note-1-22. ↑ ICD-11 in Deutsch – Entwurfsfassung. In: bfarm.de. Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Januar 2024, abgerufen am 7. Juli 2025.
cite-note-33. ↑ Pathologisches GlĂŒcksspielen. aerzteblatt.de; abgerufen am 13. April 2021
cite-note-44. ↑ GlĂŒcksspielsucht. (PDF; 237 kB) UniversitĂ€t Luzern, abgerufen am 13. April 2021
cite-note-55. ↑ Sven Buth, Gerhard Meyer, Moritz Rosenkranz, Jens Kalke: GlĂŒcksspielteilnahme und glĂŒcksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung. Ergebnisse des GlĂŒcksspiel-Survey 2023. Institut fĂŒr interdisziplinĂ€re Sucht- und Drogenforschung (ISD), abgerufen am 11. MĂ€rz 2024.
cite-note-66. ↑ Spielsucht: Psychosoziale Faktoren, NetDoktor, abgerufen am 27. Januar 2021
cite-note-77. ↑ Spielsucht und Suizid. Psylex – Aktuelle Nachrichten aus der Psychologie; abgerufen am 6. September 2021.
cite-note-88. ↑ Verzockt. Wenn GlĂŒcksspiel zur Sucht wird ZDF; abgerufen am 6. September 2021.
cite-note-99. ↑ History, National Council on Problem Gambling, abgerufen am 5. November 2021
cite-note-tandfonline-1010. ↑ Inclusion of pathological gambling in DSM-III, its classification as a disorder of impulse control, and the role of Robert Custer. tandfonline.com; abgerufen am 5. November 2021
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cite-note-1717. ↑ Individuelle VulnerabilitĂ€t fĂŒr Störungen durch GlĂŒcksspielen und Konsequenzen fĂŒr den Verbraucherschutz (PDF; 698 kB) Technische UniversitĂ€t Dresden, abgerufen am 2. Dezember 2021
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cite-note-2424. ↑ VERLAUF EINER SPIELSUCHT Automatisch Verloren, abgerufen am 3. April 2021.
cite-note-2525. ↑ Verlauf einer Spielsucht. automatisch-verloren.de; abgerufen am 3. April 2021.
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cite-note-3030. ↑ Lara BĂŒcker, Julia Bierbrodt, Iver Hand, Charlotte Wittekind, Steffen Moritz: Effects of a depression-focused internet intervention in slot machine gamblers: A randomized controlled trial. In: PLOS ONE. Band 13, Nr. 6, 8. Juni 2018, ISSN 1932-6203, S. e0198859, doi:10.1371/journal.pone.0198859.
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cite-note-3737. ↑ Hans-JĂŒrgen Rumpf u. a.: Pathologische GlĂŒcksspieler: Bedingungsfaktoren, Hilfesuchverhalten, Remission. Ergebnisse der PAGE-Studie. Ergebnisse. (PDF; 1,6 MB); Endbericht. (Memento vom 25. April 2013 im Internet Archive; PDF; 0,9 MB)
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cite-note-bzga2013-4040. ↑ GlĂŒcksspielverhalten und GlĂŒcksspielsucht in Deutschland 2013. Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung (BZgA), 2014; bzga.de (PDF; 2,3 MB)
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cite-note-4343. ↑ Gerhard Meyer: GlĂŒcksspiel – Zahlen und Fakten. In: Jahrbuch Sucht. 2018, ISBN 978-3-95853-380-6, S. 113–133, dort S. 129; vdai.de (Memento vom 9. April 2018 im Internet Archive; PDF)
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cite-note-4545. ↑ Reiner Burger: Auf gut GlĂŒck. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. Januar 2025, S. 13 (faz.net [abgerufen am 3. Februar 2025]).
cite-note-4646. ↑ Sven Buth, Gerhard Meyer, Jens Kalke: GlĂŒcksspielteilnahme und glĂŒcksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung. Ergebnisse des GlĂŒcksspiel-Survey 2021. Institut fĂŒr interdisziplinĂ€re Sucht- und Drogenforschung (ISD), abgerufen am 14. MĂ€rz 2022.
cite-note-4747. ↑ Sven Buth, Gerhard Meyer, Moritz Rosenkranz, Jens Kalke: GlĂŒcksspielteilnahme und glĂŒcksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung. Ergebnisse des GlĂŒcksspiel-Survey 2023. Institut fĂŒr interdisziplinĂ€re Sucht- und Drogenforschung (ISD), abgerufen am 11. MĂ€rz 2024.
cite-note-4848. ↑ Franz W. Peren, Reiner Clement: Evaluation of the pathologic potential of gambling products, in: The Journal of Gambling Business and Economics, Band 5, Heft 3, 2011, S. 44–54 (deutsche Online-Version, insbesondere S. 26 (Memento vom 1. Februar 2012 im Internet Archive); PDF; 267 kB). Die referierten Quotienten werden von den Autoren als Pathologie-Potenziale bezeichnet.
cite-note-4949. ↑ Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung (BZgA): GlĂŒcksspielverhalten und GlĂŒcksspielsucht in Deutschland. Ergebnisse des Surveys 2015 und Trends, 2016, Tabelle 45 (i. V. Tabelle 23)
cite-note-5050. ↑ Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung (BZgA): GlĂŒcksspielverhalten und GlĂŒcksspielsucht in Deutschland. Ergebnisse des Surveys 2017 und Trends, 2018, Tabelle 46
cite-note-5151. ↑ S. Buth, H. Stöver: GlĂŒcksspielteilnahme und GlĂŒcksspielprobleme in Deutschland: Ergebnisse einer bundesdeutschen ReprĂ€sentativbefragung. In: Suchttherapie, Band 9, 2008, S. 3–11, Tabelle 6 (PDF; 7,7 MB)
cite-note-5252. ↑ Sven Buth, Gerhard Meyer, Moritz Rosenkranz, Jens Kalke: GlĂŒcksspielteilnahme und glĂŒcksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung. Ergebnisse des GlĂŒcksspiel-Survey 2023. Institut fĂŒr interdisziplinĂ€re Sucht- und Drogenforschung (ISD), S. 33, abgerufen am 11. MĂ€rz 2024.
cite-note-5353. ↑ Geldspielautomaten: Goldene Serie. In: Der Spiegel. Nr. 10, 1983, S. 92–94 (online).
cite-note-5454. ↑ Michael Fröhlingsdorf, Nicole Serocka: Jackpot fĂŒr Therapeuten. In: Der Spiegel. Nr. 25, 2008, S. 46 (online).
cite-note-5555. ↑ Jens Kalke u. a.: Österreichische Studie zur PrĂ€vention der GlĂŒcksspielsucht (2009–2011). PrĂ€sentationsfolien. (Memento vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive; PDF; 1,3 MB) S. 14, 15. Kurzfassung (PDF)
cite-note-5656. ↑ Casinolandschaft Schweiz Situation Ende Jahr 2009. (Memento vom 16. Juni 2013 im Internet Archive; PDF; 0,9 MB) Eidgenössische Spielbankenkommission, S. 6.
cite-note-5757. ↑ Riitta Matilainen: Production and consumption of recreational gambling in twentieth-century Finland. Dissertation, Helsinki 2017, ISBN 978-951-51-3282-6, S. 18; urn:ISBN:978-951-51-3282-6
cite-note-5858. ↑ JĂŒrgen Beyer: Ein Versuch, Spielsucht zu kurieren (Oldenswort/Eiderstedt, 1652), in: Zeitschrift der Gesellschaft fĂŒr Schleswig-Holsteinische Geschichte 148 (2023), S. 15–28, hier S. 24 f.
cite-note-5959. ↑ Bundesgerichtshof, NStZ, 1994, 501, Bundesgerichtshof, JR 1989, 379 m. (Anm. Kröber, Oberlandesgericht Hamm, NStZ-RR 1998, 241)
cite-note-6060. ↑ red. Leitsatz zu NStZ 2005, 281
cite-note-6161. ↑ Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 20. Oktober 2011, Az. III ZR 251/10, NJW 2012, 48 dejure.org
cite-note-6262. ↑ Robert J. Williams, Jennifer Royston, Brad F. Hagen: Gambling and Problem Gambling Within Forensic Populations A Review of the Literature.
cite-note-6363. ↑ Der Spieler. Deutschlandfunk Kultur, abgerufen am 2. Juni 2021